2019

Rendezvous mit einer Leiche

Rendezvous mit einer Leiche (1) Rendezvous mit einer Leiche (2)

Von unehrenhaften Eheleuten über eine Magd in Reizwäsche bis hin zum stotternden 30-jährigen Mamasöhnchen: In Kirchehrenbach erleben Theater-Fans die ganze Bandbreite schräger Komödien-Charaktere. Bei den ersten beiden Aufführungen stimmte alles: Themenwahl, schauspielerische Leistung und Bühnenbild. Das deftig angehauchte Boulevardstück „Rendezvous mit einer Leiche“ von Jutta Gutzeit wurde zu einem vollen Erfolg. Vor dem Hauptstück sorgten die beiden Nachwuchsspieler Samuel Heinlein und Jannis Keilholz mit dem Sketch „Das Quiz“ beim Publikum für zahlreiche Lacher.

„Je mehr Leute, desto mehr Gaudi – und desto mehr Einfallsreichtum, der das Stück bereichert!“ so Sabrina Meußel, die mit dem Stück ihr Regiedebüt verdient feierte.

Die Kriminalkomödie bedient alle Klischees: Die Eheleute Robert (Simon Albert) und Mathilde (Lena Gebhardt) wollen ihrem eingeschlafenen Eheleben mit einer heimlich aufgegebenen beziehungsweise beantworteten Annonce entfliehen. Diverse Verwechslungen, Männer in Frauenkleidern, zickige Weibsbilder, ein Mega-Macho, ein Stotterer und eine geldknappe, kupplerische Mutter mit einer handysüchtigen Tochter. Dazu: Eifersucht und Wutanfälle, ein letztlich verhinderter Ehebruch mit Reue und neuer Hoffnung. Und als Hauptrequisit eine Leiche, die mal in der Truhe, mal im Schrank aufzufinden ist und am Schluss mit einem Fußtritt ins Aus befördert wird. Die Schauspieler agierten mit Begeisterung und beachtlichem Talent, allen voran Johannes Pieger als Ralf beziehungsweise „Schakeline“, sowie Eva Roppelt als „gefühlte Frau“, eifersüchtiges, resolutes und gschnappiges Zimmermädchen Marlene. Macho-mäßig mit viel Spielfreude verkörpert wurde das selbstherrliche Objekt ihrer Begehrlichkeit, Stallknecht Sepp, von Ralf Postler. Aufmunternde Wirkung hatte der Beifall auf den stotternden, liebesunerfahrenen Wirtssohn Klaus (Manuel Trautner), den schüchternen DHL-Boten Alfonso (Oliver Hieber) und die exaltierte, mit ihren Wimpern klimpernde Frau Pasch (Claudia Götz). Als Roberts vernachlässigte Ehefrau gefiel Lena Gebhardt. Ebenso überzeugte ihre Freundin Lore (Steffi Albert), die den geplanten Seitensprung stirnrunzelnd missbilligt.

Eine tragende Rolle, die sie sehr warmherzig und verschämt verliebt verkörperte, kam Sabrina Meußel als verwitweter Wirtin Ilse zu, die als liebe, naive Seele glänzte.

Monika Paschs Tochter Janina (Jana Gebhardt), die anfangs imaginäre Fliegen verscheucht, vergafft sich entgegen aller psychologischen Wahrscheinlichkeit ausgerechnet in der Stotterling Klaus. Der Einsatz des umsichtigen Polizisten Ferdinand Obacht (Jonas Pieger) ist lobenswert, glücklicherweise aber überflüssig.

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Ehrungen und Gewinner an der Jahreshauptversammlung

Bei der Jahreshauptversammlung der Walberla-Bühne Kirchehrenbach e. V. am 26.04.2019 wurde Gerhard Hofmann zum Ehrenvorstand ernannt und Christine Gebhardt zur neuen Jugendleiterin gewählt. Anschließend wurden die drei Gewinner des Theatergewinnspiels gezogen.

Oliver Hieber (l) und Alice Pleyer (r) mit Ehrenvorstand Gerhard Hofmann (m)

Bereits an der Jahreshauptversammlung im Vorjahr wurde unter den Mitgliedern des Vereins beschlossen, den früheren 1. Vorstand Gerhard Hofmann zur Anerkennung seiner langjährigen ehrenamtlichen Leistungen zu würdigen. Bei der JHV 2019, welche im Gasthaus Sponsel in Kirchehrenbach stattfand, wurde er offiziell vom 1. und 2. Vorstand Oliver Hieber und Alice Pleyer zum Ehrenvorstand ernannt. Hofmann war bereits in der Theatergruppe Kirchehrenbach und ab der Gründung der Walberla-Bühne Kirchehrenbach e. V. (2003) vor und hinter den Kulissen vertreten. Von 2003 bis 2015 war er 1. Vorstand und trug durch sein Engagement zur erfolgreichen Entwicklung des damals neu gegründeten Vereins bei. Während dieser Zeit veranstaltete der Verein regelmäßig Aufführungen mit Erwachsenen-, Kinder- und Jugendgruppen. Aktuell ist Hofmann als Revisor im Verein und steht den anderen Mitgliedern durch seine langjährige Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite.

Jugendleiterin Christine Gebhardt mit Oliver Hieber

Nach den vergangenen Aufführungen legte Jugendleiterin Helen Haas ihr Amt aus zeitlichen Gründen nieder. Bei der Wahl an der JHV wurde Christine Gebhardt als Nachfolgerin gewählt. Haas gratulierte ihrer Nachfolgerin und sicherte weiterhin ihre Unterstützung zu.

Im Anschluss wurden die Gewinner ausgelost. Bei den diesjährigen Aufführungen hatten die Zuschauer die Gelegenheit, durch die Beantwortung einiger Fragen an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Vor den anwesenden Mitgliedern wurden Uwe H., Barbara P. und Thomas L. (alle wohnhaft in Kirchehrenbach) ausgelost. In den vergangenen Tagen wurden die Gewinne – jeweils 2 Theater-Geschenkgutscheine der Walberla-Bühne – an die glücklichen Gewinner übergeben.

Uwe H.

Thomas L.

2018

Die Spezialitätensauna

Spezialitätensauna - die Spieler Spezialitätensauna - Aufführung

Mit dem neuen Theaterstück „Die Spezialitätensauna“ brachte die Walberla-Bühne Kirchehrenbach ein einfallsreiches und lustiges Stück auf die Bühne. Der Gemeinderat möchte dem Ort zu mehr Attraktivität verhelfen. Deshalb soll das leer stehende Schlachthaus zur Sauna umgebaut werden. Metzgermeister Josef Fleischhauer (Werner Löblein) beabsichtigt jedoch, hier einen neuen Laden zu eröffnen. Obwohl noch keine der beiden Parteien im Besitz einer Genehmigung ist, beauftragen sie abwechselnd Schreinermeister Bernd (Ralf Postler) mit Lehrling Stefan (Oliver Hieber) aus dem früheren Schlachthaus eine Sauna bzw. eine Metzgerei zu machen. Das kann natürlich nicht gut gehen und führt auf beiden Seiten zu erheblicher Verwirrung. Ob Bürgermeisterin Gerlinde (Alice Pleyer) am Schluss eine vernünftige Lösung findet?

Das Bühnenbild wurde auch dieses Jahr wieder mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Dieses Mal waren auf der Bühne sogar zwei Szenen gleichzeitig zu sehen. Links der Ruheraum mit Umkleidekabinen, rechts die Sauna beziehungsweise Metzgerei. Genau dieser Umstand sorgte noch vor einigen Wochen zu großen Problemen, da die Proben durch die räumliche Trennung anspruchsvoller waren, als sonst. Doch zur Premiere hatten die Schauspieler auch dank des Regie-Teams Christine Gebhardt und Roland Postler alles im Griff. Als Neuzugang konnte die Walberla-Bühne Katja Götz gewinnen, welche in dem Stück als Gemeinderatsmitglied Katrin auftritt. Gemeinderätin Rosa (Beate Postler) durfte die umsorgte Ökomutti vom Schreinerlehrling Stefan spielen. Besonders ins Auge stach jedoch Russin Olga (Helen Haas), welche im Stück sowohl als Saunafachkraft, als auch als Fleischereifachverkäuferin eingearbeitet wurde. Ihr russischer Dialekt und ihre temperamentvolle Art sorgten beim Publikum für zahlreiche Lacher.

Georg (Josef Pieger) hatte es als Quotenmann im Gemeinderat gegen die Frauenfront nicht einfach. Da er und seine Frau Sandra (Nicole Postler) die Sauna noch vor der offiziellen Eröffnung testen wollten, brachten sie sich – zur Erheiterung des Publikums – in eine überaus peinliche Situation. Als auch noch der Saunatester Sebastiano Calda (Manuel Trautner) von der Saunazeitschrift „Warm“ auf der Bildfläche auftauchte, kamen sowohl die Bürgermeisterin, als auch den Schreinermeister ordentlich zum schwitzen.

 

Unsere Gewinner 2018

Heuer hatten die Zuschauer an unseren Theateraufführungen die Möglichkeit an einem kleinen Gewinnspiel teilzunehmen. Zu gewinnen gab es zwei Theater-Geschenkgutscheine der Walberla-Bühne Kirchehrenbach. Dazu mussten fünf Fragen richtig beantwortet werden. Zum Ende der diesjährigen Jahreshauptversammlung wurden die Gewinner durch unsere Glücksfee Svenja gezogen. Den ersten Gewinner konnte der Preis direkt an der Versammlung im Gasthaus Sponsel übergeben werden. Den beiden anderen Gewinnern wurde der Preis zu Hause überreicht.

Gewinner Walberla-Bühne Gewinner - Walberla-Bühne Gewinner - Walberla-Bühne

Unsere Gewinner: Klaus aus Kirchehrenbach (mit Glücksfee Svenja) – Kornelia aus Pretzfeld – Roland aus Kirchehrenbach

 

In Kirchehrenbach gibt es einen neuen Stammtisch

StammtischDieses Jahr gründete die Walberla-Bühne ihren Theaterstammtisch. Da die Mitglieder sich nach den Aufführungen meist nur noch selten sahen, war der Wunsch nach häufigeren Begegnungen groß.

Der im April neu gegründete Stammtisch wird von den Theaterfreunden gut angenommen. Deshalb sollen diese Treffen auch im kommenden Jahr monatlich fortgeführt werden. Auch Personen, die keine Vereinsmitglieder sind, werden gerne bei dem offen gehaltenen Stammtisch gesehen. Schließlich geht es um das Teilen ähnlicher Interessen. Die Termine werden rechtzeitig im Mitteilungsblatt und auf der Homepage der Walberla-Bühne bekannt gegeben.

Doch was genau ist ein Stammtisch? Gerade in ländlichen Gegenden dienen Stammtische als Treffpunkt für Gleichgesinnte. Einst waren solche Zusammenkünfte nur Männern vorbehalten. Doch in der heutigen Zeit sind solche Veranstaltungen weder an Geschlecht, Alter oder dem Stand in der Gesellschaft gebunden. Das gesellige Miteinander, Diskussionen verschiedenster Art, der Genuss von Speisen und Getränken und manchmal auch Kartenspiele prägen solche Treffen. Soziale Beziehungen werden gepflegt, manchmal auch Feste und andere Veranstaltungen organisiert. Auch pikante lokale Neuigkeiten werden im Internetzeitalter lieber an Stammtischen verbreitet. Meist erkennt man Stammtische durch Schilder oder anderen Zeichen, wie z. B. Wappen oder Maskottchen.

Die Walberla-Bühne freut sich schon jetzt auf die regelmäßigen Treffen.

 

Die Walberla-Bühne holt sich Platz 7 bei der Vereinswanderung

Vereinswanderung Laurenz Chris Olli

Am Donnerstag, den 10.05.2018 wurde von den Heimatfreunden Kirchehrenbach wieder eine Vereinswanderung veranstaltet. Die Wanderer konnten im Namen eines ortsansässigen Vereins entweder eine lange oder kurze vorgegebene Route inklusive Kontrollpunkt laufen. Trotz des wechselhaften Wetters (Gewitterwarnung ab Nachmittag) sind dieses Jahr ca. 280 Menschen gestartet. Das Ziel war wie immer die Vereinshütte am Walberla, wo es leckere Grillspezialitäten, frische Getränke sowie Kaffee und Kuchen gab. Dank der guten Vorbereitung der Heimatfreunde konnten die Wanderer während des Regens Unterschlupf im Bierzelt finden. Die Walberla-Bühne konnte mit 13 Läufern den 7. Platz sichern.

 

Vereinsausflug – Rückblick

Am Samstag, den 30.06.2018 ging es gegen 9:00 Uhr mit dem fast vollen Bus von Kirchehrenbach nach Würzburg. In Würzburg hatten wir die Möglichkeit, an einer Stadtführung teilzunehmen. An der alten Mainbrücke blieb ein Teil der Gruppe bereits zurück, um die ersten Tropfen Wein zu kosten. Bei strahlendem Sonnenschein setzten die anderen Teilnehmer die Stadtführung fort. Zum Mittagessen traf man sich wieder und auch hier trank man das ein oder andere Gläschen Wein. Auf dem Schiff von Würzburg nach Veitshöchheim konnten wir die wunderbare Umgebung und die frische Brise genießen. In Veitshöchheim ging es dann gleich weiter mit der (offiziellen) Weinprobe beim Weingut Hessler. Neben 6 für uns ausgesuchten Weinsorten gab es eine üppige Brotzeit und ein kleines Comedyprogramm. Nach der planmäßigen Rückfahrt setzten einige den Ausflug im Gasthaus Sponsel in Kirchehrenbach fort. Durch die positiven Rückmeldungen wird über einen weiteren Ausflug im kommenden Jahr nachgedacht.

 

Walberla-Bühne setzt sich zweimal für den guten Zweck ein

Spende Hemalata Waisenhäuser DKMS Challenge

Die Theatergruppe Walberla-Bühne Kirchehrenbach e. V. überreichte eine Geldspende an die Hemalata-Waisenhäuser. Im Juli setzte sich der Verein zusätzlich für den Kampf gegen Blutkrebs ein.

Wie in den vergangenen Jahren spendete der Verein einen Teil seiner Einnahmen für einen guten Zweck. Am 11.06. übergaben Oliver Hieber, Alice Pleyer und Karin Postler einen Scheck in Höhe von 500 € an Frau Castelhun. Gemeinsam mit ihren Mann unterstützt sie von Baiersdorf aus die Hemalata-Waisenhäuser in Indien. Kinder werden in den Heimen ganztägig betreut und auch deren Ausbildung wird durch die Initiative seit Jahren gefördert. Die Geldspende der Walberla-Bühne soll laut Frau Castelhun für die Anschaffung eines neuen Schulbusses verwendet werden, damit die Kinder sicher zur Schule kommen. „Wir haben schon in Kirchehrenbach und im Umkreis für eine gute Sache Geld gespendet. Es schadet aber nichts, weiter über den Tellerrand hinauszuschauen. Unsere Spende hilft hoffentlich den Kindern vor Ort Dinge zu haben, die für uns eine Selbstverständlichkeit sind“, so Oliver Hieber.

Von der Theatergruppe Obernsees e. V. wurde die Walberla-Bühne bereits im April zur sogenannten DKMS-Challenge aufgefordert. Ziel ist, dass der nominierte Verein mindestens 5 Personen findet, die sich bei der DKMS typisieren lassen oder alternativ je 35 € spenden. Anfang Juli ließen sich nun 7 Mitglieder und Freunde des Vereins typisieren und es konnten 100 € an die DKMS gespendet werden. Die Typisierung erfolgte durch einen Abstrich der Mundschleimhaut. Typisierte Personen können bei einer Übereinstimmung Stammzellen an Blutkrebspatienten spenden und so vielleicht ein Leben retten.

Weitere Informationen zu den Hemalata-Waisenhäusern finden unter http://www.hemalata-waisenhaeuser.de/ – weitere Informationen zur DKMS und Stammzellenspende unter www.dkms.de.

2016

Finger weg vom Internet, Opa!

Opa mit Laptop Maus in Kuchen   Action auf der Bühne Finger weg vom Internet, Opa!

Die Walberla-Bühne hat mit ihrem neuen Stück „Finger weg vom Internet, Opa!“ von Jürgen Schuster, einen Publikumserfolg gelandet. Knapp 300 Zuschauer sahen am ersten Wochenende das Lustspiel das sich um Generationenkonflikte und die amorösen Geversuche des Großvaters im Internet dreht – faustdicke Überaschung inklusive.

Es beginnt mit einer Tarantel in der Zuckerdose. Christine (Eva Roppelt) fleht ihren Gatten Albert (Johannes Pieger) um Hilfe an. „Das ist doch nur eine Gummispinne“, beruhigt der. „Der Vater wird halt jedes Jahr blöder“, meint der Sohn über den 73-jährigen Vater Max (Werner Löblein). „Ich zieh aus!“, droht die Schwiegertochter beim nächsten Streich, als die zu Besuch verweilende Tante Marie (Claudia Götz) eine Mausefalle am Finger hat. Sie leidet am meisten unter der überschüssigen Energie ihres Schwiegervaters.

Gut versteht sich der Opa dagegen mit Enkel Philipp (Ludwig Roppelt). Der hat dem eintlen Gigolo ein Notebook samt lebenslang kostenloser Netzwerkverbindung besorgt. Den fast in Aussicht stehenden amorösen Abenteuern funkt aber die Schmalzingers-Gretl (Jasmin Postler) mit allem was sie an „Holz vor der Hütt´n“ und Schlagkraft in den händen hat, dazwischen. „Not und Elend möcht ich nicht seh´n“, lässt der Freund aus Sandkastenzeiten die längst dem Alkohol verfallenen Gretl wissen. Die fällige Schelln kassiert der wieder einmal zur Hilfe herbeigerufene Albert. Doch Liebesangelegenheiten sollte man in Max´Alter nicht auf die lange Bank schieben, meint Philipp und meldet den Opa als „scharfer.70er“ auf einer Internet-Partnerbörse an. Die Erscheinung der Internetbekanntschaft Lydia (Oliver Hieber) bring die Hormone des Opas vollends in Wallung. Die Familie, zunächst überrascht, ist begeistert. „Mit der Lydia hast du die richtige Wahl getroffen“, bestätigt sogar die Schwiegertochter.

Dann hält die Schmalzingers-Gretl nach einer heftigen Rangelei jedoch plötzlich Lydias blonde Haarpracht in Händen. „Allmächt naa, die Lydia ist ja ein Mann“, stammelt der Max und sinkt ohnmächtig auf die Couch. Und die große Liebe verschwindet nach einem Griff in den Geldbeutel der Schwiegertochter für immer.

Trotz gebrochener Herzen und gegenseitiger Abneigung nimmt die Geschichte aber noch ein gutes Ende. Der turbulente Dreiakter wurde im Sportheim Kirchehrenbach aufgeführt. Regie führte Johannes Schmitt, unterstützt von Christine Gebhardt.

 

Walberla-Bühne spendete eine Bank

Symbolische Spendenübergabe für die Bank am Freizeitgelände

Mitglieder des Vereins und Bürgermeisterin Anja Gebhardt trafen sich am Montagabend am Freizeitgelände der Wiesentmühle. Der Verein stiftete dieses Jahr mit einem Teil ihrer Einnahmen eine Bank. Bei einem lockeren Zusammentreffen übergaben die Vorstandsmitglieder der Walberla-Bühne Kirchehrenbach diese symbolisch.

Da es seit der mutwilligen Zerstörung keine Sitzgelegenheiten am Freizeitgelände mehr gab, entschied sich die Vorstandschaft dazu, etwas für die Jugend vor Ort zu tun. Bei der Übergabe konnten sich die Bürgermeisterin und die anwesenden Mitglieder des Vereins davon überzeugen, dass der Platz gut besucht wird. Auch die gestiftete Bank, welche bereits seit Juni 2016 im Pavillon steht, wird gut von den jungen Leuten genutzt.

Jedes Jahr überlegt sich die Vorstandschaft der Walberla-Bühne Kirchehrenbach nach den Aufführungen, für welchen wohltätigen Zweck ein Teil der Einnahmen gespendet werden soll. „Organisationen, die Gutes tun, gibt es viele. Manchmal muss man aber gar nicht so weit schauen, um ein passendes Ziel für eine Spende zu finden.“ meint Oliver Hieber, der erste Vorstand des Vereins. Mit Hilfe der Gemeinde und des Bauhofs Kirchehrenbach konnte schnell und unbürokratisch für eine hochwertige Sitzgelegenheit gesorgt werden.

Allen Personen, die eine schöne Zeit am Freizeitgelände verbringen wollen, werden gebeten, die Bank mit Sorgfalt zu benutzen. „Wir hoffen, dass die Bevölkerung lange Freude an der Bank haben wird. Es wäre schade, wenn aufgrund von Vandalismus irgendwann gar keine Sitzgelegenheit mehr vorhanden ist.“, so Hieber.

2014

Suppenhenne sucht Traummann

Suppenhenne sucht Traummann  Suppenhenne

Mit einem amüsant-„erotischen“ Dreiakter wartet die Walberla-Bühne Kirchehrenbach zu der Premiere der diesjährigen Theaterwochenenden auf. Das Stück „Suppenhenne sucht Traummann“ unter der bewährten Regie von Johannes Schmitt zeigt in spöttisch-lustiger Manier allerlei Sorgen und Nöte von Singles auf.

Karl Hase (Theo Messingschlager) will endlich Opa werden. Weil seine Töchter Jutta (Eva-Maria Roppelt) und Ingrid (Christine Messingschlager) noch keinen Mann angeschleppt haben, setzt er eine Kontaktanzeige auf. Auch für sich tut er das, um im Notfall selbst noch einen männlichen Erben zu zeugen. Else Liebestoll (Alice Pleyer) sucht auch einen Mann und würde sich mit Karl sogar in ein Mistbett legen. Ihr Sohn Theo (Oliver Hieber) ist eigentlich für eine von Karls Töchtern vorgesehen, verliebt sich aber in deren Freundin Mimi (Lisa Brütting), welche wiederum die Heiratskandidaten unter die Lupe nehmen sollte. Unter deren Führung nabelt er sich schnellstens von seiner dominanten Mutter ab. Gunda Langdarm (Jimmy Gebhard) kommt auf die Kontaktanzeige Karls ins Haus und gerät dem Trödler.

Horatio Trödel (Gerhard Hofmann), einem Freund barocker Kurven in die Hände. Erst nach handfesten Hieben und seltsamen Liebesschwüren kommen die beiden zusammen. Auch Rex Träumer, ein Macho, und sein Zwillingsbruder Ted, ein Notarzt, (Simon Albert)  tauchen aus unterschiedlichen Gründen auf. Wobei Rex erst einmal von den beiden Töchtern verschreckt wird und es schon dauert bis sich Ingrid den begehrten Mann geangelt hat. Schneller geht es mit Jutta und Ted, der auf Grund einer Mistbett-bedingten Ohnmacht ins Haus kommt. Irgendwann im Laufe des Stückes taucht auch noch ein Findelkind auf, was Karl bedauernd feststellen lässt, dass es sich ja gar nicht mit Else hätte verloben müssen.

Ein äußerst unterhaltsames Stück, das den Zuschauer zu stetigem Schmunzeln und Lachen anregt. Von den Akteuren facettenreich, einfühlsam und teils auch sehr temperamentvoll dargestellt.

 

Die Walberla-Bühne und der Musikverein Kirchehrenbach spenden für die Aktion „Sternstunden“

Spendenübergabe von Walberla-Bühne und Musikverein beim BR Seit vielen Jahren spendet die Theatergruppe Walberla-Bühne Kirchehrenbach, einen Teil des Erlöses aus Ihren Theaterabenden für einen guten Zweck. So wurden auch die Gesamteinnahmen der letzten Jugendtheatertage, die in Kooperation mit dem Musikverein Kirchehrenbach veranstaltet worden sind, aufgerundet und zur Verfügung gestellt. Die Vorstandschaften der beiden Vereine beschlossen, die Spende in diesem Jahr der Aktion Sternstunden zukommen zu lassen. So traf sich eine Delegation der beiden Vereine beim Studio Franken des Bayrischen Rundfunks in Nürnberg und übergab einen symbolischen Scheck über EUR 1.000,– an den Stellvertretenden Studioleiter Norbert Küber. Dieser zeigte sich über diese Summe hoch erfreut und bedankte sich mit einer Führung durch das Studiogelände, die von einem gemeinsamen Kollegen des Studios und der Theatergruppe, Theo Messingschlager, durch durchgeführt wurde. Anschließend konnte die Abordnung auch noch an den Aufnahmen von Comedy aus Franken teilnehmen.

 

2013

Der Butler und die Elfe

Elvira, der Butler und die Elfe

Ob klassisches Bühnenstück oder kurzweilige Komödie, auf jeden Fall sehenswert und „professionell“ gespielt zur Aufführung zu bringen, diese Vorgabe hat sich die Theatergruppe -Walberlabühne- Kirchehrenbach gestellt. Das ist den Akteuren wieder einmal zur, gut besuchten, Premiere der diesjährigen Theaterwochenenden mit einem modernen Märchen gelungen.

Elvira (Sabrina Meußel), die Nichte der von Wechtenbrechts, findet bei einem Spaziergang den Zauberstab einer Elfe. Da es sich nicht um ein Märchen handelt, glaubt ihr das natürlich keiner, außer Butler Johann (Oliver Hiebe), der zufällig im Raum ist als die Elfe (Jana Gebhardt), auf der Suche nach dem Zauberstab, klingelt. Wie es sich für eine Elfe gehört bedankt sie sich bei Elvira, indem sie jedem der Hausbewohner einen Wunsch erfüllt. Nur leider hat davon niemand eine Ahnung.

Es sind nicht unbedingt die schlechtesten Wünsche, die in Erfüllung gehen: Frau von Wechtenbrecht (Nicole Postler) wünscht sich 20 Pfund leichter zu sein, ihr Gatte (Werner Löblein) dauernd betrunken, die spröde Schwiegertochter Bienchen (Helen Haas) wird vom Sohn Alexander (Fabian Hutzler) zum „Vamp“ gewünscht und diese wünscht sich, dass Elvira auch die alten Meister zitieren könnte, wie sie selbst. Was Elvira ab sofort ohne Unterlass tut. Johann wünscht daraufhin verzweifelt, dass Elvira wenigstens mit ihm normal sprechen könne. Elvira lastet das chaotische Verhalten ihrer Mitbewohner natürlich der Elfe an und „wünscht“ diese nun zur Aufhebung der vermaledeiten Wünsche herbei. Die Elfe kommt und bringt Amor (Christian Albert) als Unterstützung mit. Aber bis alle wieder normal sind, müssen Elvira und Johann erst noch mit einer Psychiaterin (Christine Albert), deren zwei Wärter (Eva Pieger und Felix Kraus) und einem Kommissar (Alexander Galster) fertig werden. Auch Thomas (Daniel Kraus), Sohn von Professor Morgenroth (Stefan Kraus), einem Freund der Familie, muss auch eine wichtige Helferrolle übernehmen.

Oliver Hiebe als völliger Neuling brillierte in der Hauptrolle als Butler, aber auch alle anderen Schauspieler erfüllten Ihre Rolle hervorragend, was auf Grund der „Charakterwandelung“, beispielhaft an Bienchen – von der Kühlen, Boshaften zum Vamp – sicherlich nicht immer einfach ist. Letztlich waren die Mimen durch Regisseur Roland Postler und seiner Assistentin Christine Gebhard professionell vorbereitet und auf Ihre jeweilige Charaktere eingestimmt worden. Dies kam dem Publikum zu Gute, die ihre Begeisterung durch viel Beifall und Gelächter an die Darsteller zurück gab. Die Stimme aus dem Publikum ließ verlauten, dass das gezeigte Bühnenstück einen erfrischenden Kontrast zu den üblichen „Komödien“ darstellte.

 

Heimatfreunde und Walberla-Bühne Kirchehrenbach: Hüttenkerwa mit Vorstellung „Urmel aus dem Eis“

Urmel aus dem Eis Urmel

Schon fast zu viel Kaiserwetter hatten die  Kirchehrenbacher Heimatfreunde bei Ihrer diesjährigen Hüttenkerwa. In dem, vor Jahren aufgelassenen, Steinbruch, dem Domizil des Heimatvereins, stand teilweise die Hitze. Aber es bildete auch eine wunderschöne Naturbühne für eine Bühnenversion des bekannten Stückes der Augsburger Puppenkiste „Urmel aus dem Eins“. So manchem Besucher stand der kurze Aufstieg noch ins Gesicht geschrieben, als die Walberla-Bühne mit Ihren Vorstellungen begann.

Professor Tibatong (Stefan „Stern“ Kraus) wohnt mit seinem Ziehsohn Tim Tintenkleks (Oliver Hieber) und Wutz, seinem Hausschwein (Jimmi Gebhard) auf der Insel Titiwu, weil er aus seinem ehemaligen Arbeitsort flüchten musste. Hier gründete er eine Sprachschule für Tiere und brachten ihnen das Sprechen bei, Ping Pinguin (Elke Albert), Wawa der Waran (Renate Brütting), Schusch der Schuhschnabel (Reiner Gebhardt) und der singende, traurige Seelefant (Günter Anderl) haben aber alle einen mehr oder weniger ausgeprägten Sprachfehler. Als dann noch ein Eisberg angeschwemmt wurde und aus einem Ei das Urmel (Regina Brand) schlüpfte war eigentlich schon Action angesagt, zu allem Überfluss erscheint dann auch noch König Pumponell – ein leidenschaftlicher Jäger – (Gerhard Hofmann) der das Urmelchen schießen will. Auch eine Krabbe (Anja Gebhardt) hatte ihren Einsatz in eine symbolisierten Höhle.

Ein schönes Theaterstück für Kinder und jung Gebliebene, mit wirkungsvollen kindgerechten Kostümen, einer gut funktionierenden Technik und kleinen Gags, wie der „Anflug“ des Königs mit einem Spielzeughubschrauber, vom altbewährten Regisseur Johannes Schmitt wirkungsvoll in Szene gerückt. Aufgeführt wurde das Stück, im Einvernehmen mit der Heimatfreunde-Vorstandschaft, anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Walberla-Bühne als eingetragener Verein. Weitere Aktionen sind für dieses Jahr geplant.

 

10-jähriges Jubiläum der Walberla-Bühne Kirchehrenbach e. V.

10-jähriges Jubiläum der Walberla-Bühne

Zu einem kleinen Festakt bezüglich Ihres 10-jährigen Bestehen als eingetragener Verein, lud die Theatergruppe Walberla-Bühne ins Pfarrheim Kirchehrenbach. Nach der Begrüßung durch Vorstand Gerhard Hofmann, gab dessen Stellvertreter Theobald Messingschlager einen Rückblick über die Wurzeln des Vereins: „In Kirchehrenbach wurde schon immer gerne und oft Theater gespielt. Bis 1954 spielte der Burschenverein, und danach gab es immer wieder Theateraufführungen des Gesangsvereins und des Musikvereins bis in die 70er Jahre hinein. Nach der Fertigstellung des Pfarrheimes initiierte Geistlicher Rat Böhmer bei einer Pfarrversammlung ein kleines Theaterstück mit seinen Ministranten. Diese wurden älter, Mädchen kamen dazu und spielten dann unter dem Dach der CAJ auch abendfüllende Dramen. Jedoch ebbte die Spielleidenschaft mit dem Ende der Jugendzeit der Spieler ab. 1996 trafen sich einige Spielerinnen und Spieler und gründeten eine Theatergruppe um die alte Tradition neu zu beleben.  Dadurch, dass sich immer mehr spielbegeisterte Akteure anschlossen, konnte die Theatergruppe bald Sketchabende und Kulturabende in Zusammenarbeit mit anderen Kirchehrenbacher Vereinen anbieten, und sogar eine Kindergruppe zeigte ihr schauspielerisches Talent.

Mit der Gründung des Theatervereins Walberla – Bühne Kirchehrenbach e.V. wurde vor allem auf die kontinuierliche Fortführung der Theatertradition wert gelegt und die Nachwuchsförderung ist zu einer festen Größe im Vereinsleben geworden. Bis zu 50 Kinder und Jugendliche beweisen an den Jugendtheatertagen alljährlich im Herbst ihr Können. Ein VG-Theaterabend mit den Theatergruppen aus Leutenbach und Weilersbach, kurze Stücke zu Seniorennachmittagen, Sketche bei Vereinsfesten schlossen sich an, sodass die Walberla – Bühne nicht mehr aus dem Kulturleben in Kirchehrenbach wegzudenken ist. Der soziale Gedanke aus alten CAJ Zeiten ist auch ins Vereinsleben der Walberla – Bühne übergegangen, alljährliche Spenden u.a. an Kirchehrenbacher Missionare, der Kinderkrebsstation Erlangen, der Lebenshilfe Forchheim oder für die Kirchenorgel sind ein Beleg dafür.“

Nach dem interessanten Rückblick und einem Stück des klassischen Gitarristen Manuel Trautner, der den Festakt umrahmte, sprach stellv. Bürgermeister Alfons Galster seine Grußworte und auch die Ortsvereine mit Ihrem Sprecher Michael Knörlein, Bletschn-Bühne, das Forchheimer Brettla und die Theatergruppe Leutenbach gratulierten zum Jubiläum.

Passend zum Rückblick wurde auch ein Bilderausstellung präsentiert, die recht gut angenommen wurde.

Mit den Sketschen „Ein feines Lokal“  (Nicole Postler, Christine Gebhardt, Oliver Hieber), „Zwei Gramatiker“ (Eva Roppelt und Christine Messingschlager) und dem „Vereinsausflug“ (Günter Anderl und Theobald Messingschlager) wurden die Gäste beim gemütlichen Teil unterhalten und auch eine zweiköpfige Gitarrencombo spielte auf. Ganz zum Schluss durften alle Anwesenden noch ein „Theaterstück“ mitspielen, was für viel Gelächter sorgte.

2012

Küsse für die Tanten

Küsse für die Tanten

 

„Walberla-Bühne“ spendete Erlöse nach Erlangen: 500 Euro für krebskranke Kinder

Spendenübergabe mit Karin und Gerhard

Den Erlös aus der Aufführung „Küsse für die Tanten“ spendete der Theaterverein „Walberla-Bühne Kirchehrenbach e. V.“ an die Elterninitiative krebskranker Kinder in Erlangen. Vorsitzender Gerhard Hofmann und Kassier Karin Postler übergaben Diplom-Sozialpädagogin Desiree Paulus einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Damit werden die vielfältigen Projekte der Einrichtung finanziert, wie Paulus anhand zahlreicher Beispiele erklärte. Neben Ausflügen oder Aktionstagen werden kranken Kindern auch „Herzenswünsche“ erfüllt. Die Elterninitiative wurde 1983 aus dem Kreis betroffener Eltern gegründet. Ziel des Vereins ist es, krebskranken Kindern, die auf der onkologischen Station der Universitätskinderklinik Erlangen behandelt werden und deren Familien in vielfältigster Weise unterstützend unter die Arme zu greifen.

2011

Spanien Olé – fast wie bei uns Daheim!

Spanien Ole!

„Spanien Olé oder Fast wie bei uns daheim!“, heisst in diesem Jahr das Theaterstück, mit dem das Ensemble der Walberla Bühne e.V. in diesem Jahr nach den Erfolgen der Vorjahre einen Angriff auf die Lachmuskeln der Besucher startet.

Für die meisten es die schönste Zeit des Jahres, die Rede ist dabei vom Urlaub. Nicht jedoch für Klaus Meckerer (gespielt von Robert Heinlein), der in gewohnter Weise, im Urlaub in Spanien, sehr zum Leidwesen seiner Frau Erika (Alice Meußel) und Tochter Evi (Isabell Hühnlein) an allem herum nörgelt, was nur im Entferntesten mit dem Urlaubsland Spanien zu tun hat. Und trotzdem ist er widerwillig dem Wunsch seiner Tochter und seiner Ehefrau gefolgt, anstatt zu seinem Wunschurlaubsziel, dem Bayerischen Wald, zu reisen. Tochter Evi hat natürlich nicht ganz ohne Grund daran gearbeitet, dass die Reise nach Spanien geht, sieht sie doch ihre heimliche Liebe, den spanischen Hotelbesitzer Pedro (Simon Albert) wieder, der der Tochter Evi mächtig den Kopf verdreht hat. Wie wird wohl Vater Klaus Meckerer reagieren, wenn er mitbekommt, dass seine Tochter eine Beziehung ausgerechnet mit einem Spanier führt?

Anstatt eines ruhigen und erholsamen Urlaubes erlebt die Familie einen turbulenten Urlaubsaufenthalt, was nicht zuletzt am schlitzohrigen Opa Ludwig Meckerer (Werner Löblein) liegt, der das Urlaubsdomizil so richtig aufmischt. Mit im gleichen Hotel ist auch Familie Pingelig, mit Mutter Eleonore Pingelig (Renate Brütting), ihrem Gatten Heinrich Pingelig (Siegfried Adami) und ihrem Sohn Heinz-Dieter Pingelig (Stefan Kraus) abgestiegen, der nicht gerade der Intelligenteste und wie man umgangssprachlich sagt, eine wahre „Schlaftablette“ ist.

Das äußerst temperamentvolle und impulsive Zimmermädchen Maria (Jasmin Postler) hat so ihre liebe Mühe mit den anspruchsvollen und schwierigen Urlaubsgästen. Die Schauspieler starten auch diesmal wieder einen Angriff auf die Lachmuskeln der Besucher. Turbulent wird die Angelegenheit, als Klaus Meckerer und Heinrich Pingelig ihre heimliche Vorliebe für den in der Nähe liegenden FKK-Strand entdecken. Doch auch dieses Vergnügen bleibt nur von kurzer Dauer; der gerissene Opa Ludwig macht den beiden den berühmten Strich durch die Rechnung indem er ihnen die Kleider klaut. Nur mit Badetüchern bekleidet schleichen die beiden ins Hotel zurück und werden prompt von ihren Frauen erwischt. Der Ehestreit ist hier natürlich vorprogrammiert.

Ob nun am Ende Klaus Meckerer der Beziehung zwischen seiner Tochter Evi und dem jungen, charmanten Hotelbesitzer Pedro, obgleich seiner Abneigung gegen alles was mit Spanien zu tun hat, zu stimmt, oder ob Vater Klaus nicht am Ende schon einen anderen Schwiegersohn auserkoren hat, soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

Das Ensemble der Walberla-Bühne hat es auch in diesem Jahr geschafft mit einem kurzweiligen und unterhaltsamen Schwank, sein Publikum bestens zu unterhalten. Aus einer guten und homogenen schauspielerischen Gesamtleistung, stachen besonders Robert Heinlein (Klaus Meckerer), Opa Ludwig (Werner Löblein) und Tochter Evi (Isabell Hühnlein) hervor. Die Regie führt Regina Brand. Wer das Theaterstück noch nicht gesehen hat, hat am kommenden Wochenende nochmals die Gelegenheit einige Zeit aus der hektischen und stressigen Alltagswelt zu entfliehen und sich vom Theaterensemble der Walberla-Bühne bestens unterhalten zu lassen.

Für einen besonderen „Hinguck-Effekt“ sorgt auch das tolle und aufwendige Bühnenbild, das von Leo Hühnlein gefertigt wurde.

2010

Leberkäs und rote Strapse

Unter Regie von Johannes Schmitt zeigten Theo Messingschlager mit Bühnengattin Regina Brand, Josef Pieger mit Renate Brütting, Georg Kirchner mit Gisela Wohlhöfner und Jimmi Gebhardt mit Leo Hühnlein sowie Susanne Heinlein ihr schauspielerisches Talent.

Souffliert wurde von Silke Messingschlager und Ludwig Roppelt, Manuel Trautner und Thomas Messingschlager waren für Mischpult und Beleuchtung zuständig. Um Maske und Frisur kümmerten sich Kessi Meister, Sabine Kuhn und Brigitte Sponsel.

Im Mittelpunkt der Handlung standen die klassischen Veränderungen in einer Beziehung: Drei Männer in den besten Jahren stellen fest, dass sowohl im Alltag als auch in der Ehe die Langeweile eingekehrt ist. Statt wie früher als begehrte Junggesellen wilde Feten zu feiern, sitze man mit seiner besseren Hälfte und einer Flasche Bier auf dem Sofa.

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